
Über Philipp Lioznov
Ich bin Psychologe (MSc) und staatlich anerkannter Psychotherapeut (Verhaltenstherapie) mit über zehn Jahren klinischer Erfahrung in der psychotherapeutischen Arbeit mit belasteten, verletzten und suchenden Menschen.
Mein Studium der Psychologie absolvierte ich an der Universität Wien mit dem Schwerpunkt Klinische und Gesundheitspsychologie. Die psychotherapeutische Ausbildung (Propädeutikum & Fachspezifikum Verhaltenstherapie) durchlief ich an der Sigmund Freud Privatuniversität, an der ich auch wissenschaftlich tätig bin. Im Rahmen meines PhD-Projekts forsche ich zum Thema Einsamkeit – einem subjektiven Erleben, das weit über individuelle Biografien hinausgeht und in gesellschaftlichen Strukturen wurzelt. In den vergangenen Jahren habe ich mich intensiv auf Traumatherapie spezialisiert. Ich habe umfassende Weiterbildungen zum speziellen Traumatherapeuten, EMDR-Therapeuten sowie Trauma-Yoga-Therapeuten absolviert und meine klinische Arbeit konsequent auf die Behandlung traumabezogener Störungen ausgerichtet. Ergänzend dazu habe ich an internationalen Fortbildungen im Bereich Psychotherapie und Traumatherapie teilgenommen, um meine Arbeit kontinuierlich an aktuellen wissenschaftlichen und klinischen Entwicklungen auszurichten.
Im Jahr 2026 habe ich gemeinsam mit meiner Partnerin, Physiotherapeutin und Osteopathin, die interdisziplinäre Praxis ANAMNESIS – Zentrum für mentale und körperliche Gesundheit im Herzen von Wien gegründet. Die Praxis versteht sich als Ort für professionelle, ganzheitliche und wissenschaftlich fundierte Zusammenarbeit zwischen Psychotherapie, klinischer Psychologie, Medizin sowie körperorientierten Gesundheitsberufen. Ziel ist es, mentale und körperliche Gesundheit nicht getrennt, sondern in ihrer wechselseitigen Verbundenheit zu denken und zu behandeln.
Psychotherapie heißt: gemeinsam hinschauen, wo es weh tut – und dort etwas in Bewegung bringen
Ein zentraler Schwerpunkt meiner therapeutischen Arbeit liegt in der Traumatherapie. Ich begleite Menschen, die Erfahrungen gemacht haben, welche das innere Gleichgewicht nachhaltig erschüttert haben – und deren seelische Verletzungen oft nicht unmittelbar sichtbar sind, sich jedoch auf vielfältige Weise im Erleben, im Körper und in Beziehungen ausdrücken.
Meine Arbeit ist integrativ und körperorientiert. Ich nutze unter anderem EMDR, Ego-State-Therapie, Internal Family Systems (IFS), Trauma-Yoga sowie Deep Brain Reorienting (DBR) und verbinde diese mit achtsamkeitsbasierten und verhaltenstherapeutischen Zugängen. Der Körper ist dabei für mich nicht bloß Träger von Symptomen, sondern ein zentraler Zugang zu Regulation, Selbstwahrnehmung und nachhaltiger Veränderung.
In der therapeutischen Beziehung schaffe ich einen sicheren Raum für das, was häufig keinen Platz findet: Ambivalenzen, Ohnmacht, Wut, Scham und Trauer – und zugleich für die oft leisen, vorsichtigen Impulse von Hoffnung, innerem Widerstand und persönlichem Wachstum. Ziel ist es, Erlebtes behutsam zu integrieren und neue Handlungsspielräume im Hier und Jetzt zu eröffnen.
Therapie als Begegnung – nicht als Anpassung
Meine Arbeit orientiert sich an einem kritisch-psychologischen Verständnis von Psyche und Gesellschaft. Das bedeutet: Ich sehe psychisches Leid nicht isoliert, sondern immer auch im Kontext von Beziehungen, Geschichte und gesellschaftlichen Bedingungen. Viele Symptome sind Ausdruck von Überforderungen, die nicht in der Einzelperson „entstehen“, sondern durch äußere Realitäten verstärkt oder verursacht werden.
Ich arbeite nicht daran, dass Menschen „funktionieren“, sondern daran, dass sie sich wieder spüren, handlungsfähiger werden – und mit sich selbst in ehrlicheren Kontakt kommen.
Vertrauen. Neugier. Echtheit.
Psychotherapie beginnt für mich dort, wo kein Leistungsmüssen mehr im Raum steht.
Ich stelle Fragen nicht, um zu bewerten – sondern um mit Ihnen gemeinsam zu denken, zu fühlen, zu sortieren. In einem Raum, der Sicherheit gibt und zugleich Entwicklung zulässt.
Wir kriegen das gemeinsam hin. In Ihrem Tempo. In Ihrer Sprache. Mit allem, was Sie mitbringen.

Lebenslauf und Erfahrung
Seit mehr als zehn Jahren begleite ich Menschen in unterschiedlichen klinischen, psychosomatischen und psychotherapeutischen Kontexten – in Wien, Hamburg und in eigener Praxis. Mein beruflicher Weg vereint wissenschaftliche Tiefe, praktische Erfahrung und eine konsequente Spezialisierung auf Verhaltenstherapie und moderne Traumatherapie.
Ausbildung & Studium
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2012–2018 Studium der Psychologie an der Universität Wien, Abschluss Master of Science (MSc), Schwerpunkt Klinische- und Gesundheitspsychologie
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2016–2018 Psychologisches Propädeutikum, Lehranstalt der Erzdiözese Wien
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2018–2021 Fachspezifikum Verhaltenstherapie an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien
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2021 Eintragung in die PsychotherapeutInnen-Liste des Bundesministeriums
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Seit 2021 PhD-Studium Psychologie, Sigmund Freud Privatuniversität Wien – Forschungsprojekt zum Thema Einsamkeit
Klinische Stationen & Berufserfahrung
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2014 Asklepios Westklinikum Hamburg – tiefenpsychologisch-orientierte psychosomatische Tagesklinik
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2015 VT Falkenried Hamburg – verhaltenstherapeutisch-orientierte Tagesklinik
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2017 Anton-Proksch-Institut Wien – Station für Drogensucht
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2019 Kaiser-Franz-Josef-Spital Süd Wien – Psychiatrische Abteilung
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2020-2026 Psychotherapeut und Kooperationspartner der Wiener Couch
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Seit 2026 Gründer und Psychotherapeut bei ANAMNESIS – Zentrum für mentale und körperliche Gesundheit | Wien, 1. Bezirk
Zusatzqualifikationen & zertifizierte Weiterbildungen
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2020 Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD-2) – zertifiziert
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2020 Metakognitives Training (MKT) für Depression, Psychosen & ältere Menschen
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2021 ISST-Curriculum Schematherapie
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2021–2023 Weiterbildung „Trauma-Psychotherapie“ am Zentrum für angewandte Psychotraumatologie – Abschluss: Trauma-Psychotherapeut
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2021–2024 Weiterbildung „Spezielle Psychotraumatherapie“ (DeGPT) – Abschluss: Spezialisierter Psychotraumatherapeut (DeGPT)
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2022 Zertifizierte Weiterbildung Ego-State-Therapie bei Traumafolgestörungen (Dr. Kai Fritzsche)
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2022–2024 Ausbildung EMDR am EMDR-Institut Austria – Abschluss: EMDR-Therapeut / Practitioner
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2022–2024 Weiterbildung „Yoga in der (Trauma-)Psychotherapie“ – Abschluss: Yoga-Trauma-Psychotherapeut
Fortbildungen (Zertifiziert nach schriftlichen Prüfungen)
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Behandlung von Zwangsstörungen: Exposition & Kompakttherapie
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ADHS
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Post-COVID bei Kindern und Jugendlichen
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ICD-11: Psychische Störungen
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Psychedelika in Psychiatrie und Psychotherapie (Neurobiologie, Wirkmodelle, klinische Anwendung)
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Neurobiologie und Wirkmodelle zu Psychedelika
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Psychische Gesundheit bei Kindern & Jugendlichen in Krisenzeiten
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Religion und Spiritualität als Dimension in Psychotherapie und Psychiatrie
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Psychotherapie bei Suizidalität
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ADHS und Depression: Erkennen und Behandeln
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Psychotherapie bei Geschlechtsinkongruenz im Kindes- und Jugendalter
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Sexualität und Intimität bei depressiven Erkrankungen
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Die Migränepersönlichkeit
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Arbeits(un)fähigkeit bei psychischen Erkrankungen
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Akute psychiatrische Störungsbilder und medizinische Notfälle im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Cannabinoiden
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Glaubensvorgänge und Glaubensinhalte
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Die Bedeutung der Kombination von Pharmakodynamik und Pharmakoepidemiologie
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Interkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie
Publikationen
Mein Buch „Drug Prevention“ beschäftigt sich mit der Frage, wie wirksam heutige Programme zur Sucht- und Drogenprävention wirklich sind. Viele Konzepte arbeiten mit Nulltoleranz-Politik, Schockkampagnen oder moralischen Appellen – Methoden, die wissenschaftlich nicht belegt und häufig sogar kontraproduktiv sind.
Ich entwickle in diesem Werk kritisch-psychologische, evidenzbasierte Ansätze, die wirksamere Prävention ermöglichen und die Rolle von psychischen, gesellschaftlichen und individuellen Faktoren stärker berücksichtigen.
Ein besonderer Fokus liegt auf:
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Narzissmus und seiner Verbindung zu Sucht und Abhängigkeit
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der Rolle von chemischen Substanzen in Gesellschaft und Kultur
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den Chancen und Risiken psychoaktiver Substanzen in der Psychotherapie (z. B. im Rahmen von Traumatherapie oder tiefergehenden Prozessen der Selbsterfahrung)
Das Buch richtet sich an Psychotherapeut:innen, Psycholog:innen, Mediziner:innen und Pädagog:innen, aber auch an Menschen, die verstehen möchten, wie ein moderner, wissenschaftlich reflektierter Zugang zu Drogenprävention, Narzissmus und Substanzgebrauch in der Psychotherapie aussehen kann.


